Echt jetzt?!? Das deutsche Kabarett gibt es schon 125 Jahre? Was macht das schon so oft totgesagte Kabarett so überlebenstüchtig? Dieses „fröhliche Kind einer elften Muse, die es in losen Liebschaften mit dem Theater, dem Varieté, der politischen Tribüne gezeugt“ hat, wie Friedrich Hollaender es beschrieb, es lebte und lebt vom menschlichen Widerspruchsgeist. Man mische den mit Humor, ein paar Pointen, mit etwas Augenzwinkern und der tägliche Wahnsinn wird erträglicher. Wusste schon Schiller: Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst. Solange der Mensch noch selber denkt, wird das Kabarett leben.
Der Erfurter „Arche“-Kabarettist Ulf Annel zeichnet hier kurz, bunt und amüsant den Weg vom „Überbrettl“ bis ins humoristisch-satirische Heute.
Über die AutorInnen
Ulf Annel wurde 1955 in Erfurt geboren. Schon früh zeigte sich bei ihm ein Hang zu Humor und Satire, der sich während des Journalistikstudiums in Leipzig noch verstärkte. Seit 1981 ist er als Texter und Kabarettist beim Kabarett „Die Arche“ tätig. Er schrieb Bücher über Ringelnatz und Schiller sowie Die unglaubliche Geschichte Thüringens, außerdem Kurzkrimis, Aphorismen, Gedichte, Zeitungskolumnen und kleine Theaterstücke für Kinder und Jugendliche. TV- und Radioauftritte hatte er unter anderem im ZDF, in der ARD, beim WDR, SDR, MDR und SR.