Rolf Gruel berichtet über das jahrhundertelange Wechselspiel zwischen Stadt und Landesherrschaft. Im Mittelpunkt steht die besondere Konstellation Schwerins als "Stadt vor der Burg" und später "Stadt vor dem Schloss" – eine Beziehung, die seit der Stadtgründung 1160 die Entwicklung der Residenzstadt maßgeblich geprägt hat.
Das Werk zeichnet nach, wie Herzöge und Großherzöge über Jahrhunderte hinweg direkt und indirekt Einfluss auf Architektur, Kultur, Verwaltung und Stadtgestalt nahmen. Höhepunkt dieser Entwicklung war das 19. Jahrhundert mit dem Bau des heutigen Schweriner Schlosses und der Vollendung des Ensembles aus Schloss, Burg und Gartenanlagen.
Neben bekannten Entwicklungsschüben – etwa durch Johann Albrecht, Friedrich Wilhelm oder die Friedrich-Franz-Ära – beleuchtet der Autor auch weniger bekannte Zusammenhänge und Bildquellen. Nach dem geschichtlichen Weg, schlägt das Buch den Bogen in die Gegenwart: Das historische Erbe Schwerins wird als Grundlage für den heutigen UNESCO-Welterbe-Status verstanden und als Verpflichtung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der kulturellen Substanz interpretiert.
Ein Werk für alle, die Schwerin als historisch gewachsene Residenz- und Kulturstadt entdecken wollen.
Über die AutorInnen
Rolf Gruel, geb. 1933 in Schwerin, studierte in Berlin und Hamburg und lebt seit 1964 in Kiel. Er war drei Jahrzehnte als Berufschullehrer tätig. Doch für Urlaube zog es ihn immer wieder in die alte Heimat zurück. Seine Liebe zur Heimat lebte er auch bei der Arbeit an verschiedenen Videoprojekten über Mecklenburg aus. Geboren und aufgewachsen in Schwerin, möchte er seiner Lieblingsstadt mit diesem Band besondere Aufmerksamkeit schenken.